CSA-Beteiligungsfonds insolvent

Der CSA Beteiligungsfonds 5 ist insolvent. Anlegern droht der Totalverlust ihrer Einlage.

Verantwortliche des CSA Beteiligungsfonds in Haft

Kurz vor Weihnachten 2014 hatte die Staatsanwaltschaft Würzburg mehrere Verantwortliche der CSA-Fonds inhaftiert und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Gelder aus den Fonds abgezogen und zum Teil ins Ausland verschoben zu haben – all dies verschleiert als Abschreibungen auf Beteiligungen. Mehrere Millionen Euro sollen auf diese Weise verschwunden sein.

Mit Beschluss vom 17.02.2015 hat das Amtsgericht Würzburg nun die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Fa. CSA Beteiligungsfonds 5 GmbH & Co. KG angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Markus Schädler aus Würzburg bestellt.

Gleichzeitig wurde der CSA ein allgemeines Verfügungsverbot auferlegt.

Vorläufiges Insolvenzverfahren über Vermögen des CSA-Fonds eröffnet

Die Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters und die Anordnung des allgemeinen Verfügungsverbots bedeuten, dass die CSA derzeit keinerlei Zahlungen leisten darf. Anleger, die ihre Beteiligungen bereits ordentlich gekündigt haben, dürfen daher nicht damit rechnen, dass ihr Auseinandersetzungsguthaben ausgezahlt wird. Vielmehr müssen sie befürchten, dass ihr investiertes Geld verloren ist.

Noch schlimmer könnte es Investoren treffen, die ihre Einlage in Raten leisten: Sie müssen damit rechnen, die Raten weiter zahlen zu müssen, ohne Aussicht auf Auszahlungen zu haben.

Anleger sollten ihre Rechte prüfen lassen

Geschädigte sollten in dieser Situation prüfen lassen, ob sie aus der Beteiligung aussteigen können. Dies ist insbesondere wichtig bei Anlagen, die in Raten entrichtet werden. Durch Kündigung oder Widerruf können möglicherweise Zahlungspflichten für die Zukunft abgewehrt werden. Aber auch Anleger, die ihren Anteil bereits eingezahlt haben, deren Vertragslaufzeit jedoch nicht abgelaufen ist, sollten prüfen lassen, ob eine vorzeitige Beendigung möglich ist.

Zu prüfen ist auch, ob Schadensersatzansprüche gegen die Gesellschaft oder gegen Anlageberater bzw. Vermittler bestehen. Häufig wurden Anleger durch falsche oder unvollständige Informationen und durch allzu optimistische Prognosen dazu gebracht, sich als stiller Gesellschafter an der Fondsgesellschaft zu beteiligen. Hier stellt sich möglicherweise das Problem, dass solche Schadensersatzansprüche verjähren könnten oder gar bereits verjährt sind.

Für Fragen rund um die CSA-Beteiligungen steht Ihnen Dr. Henning Kahlert, LL.M., Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht gerne zur Verfügung. Unsere Kanzlei berät und vertritt zahlreiche CSA-Anleger.

Über Henning Kahlert

Dr. Henning Kahlert, LL.M. (Rechtsinformatik), ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen Bankrecht sowie das IT-Recht.
Tags: Bank- und Kapitalmarktrecht.

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